DREICAD & AUTODESK
SUMMIT 2026 #4
Zwei Vormittage mit konkreten Antworten auf die Frage, wie KI und durchgängige Daten in Bau, Konstruktion und Fertigung wirklich etwas bringen.
Am ersten Tag ging es um Architektur, Ingenieur- und Bauwesen, am zweiten um Maschinen- und Anlagenbau sowie Produktentwicklung. Hier finden Sie das Wichtigste aus beiden Tagen und alle Vorträge zum Nachschauen.
Der Summit im Rückblick
Der DREICAD & AUTODESK SUMMIT 2026 #4 hat an zwei Vormittagen gezeigt, wo Unternehmen aus Bau, Konstruktion und Fertigung heute ganz konkret Zeit, Kosten und Abstimmungsaufwand sparen können. Dabei kam in fast jedem Vortrag dieselbe Erkenntnis zurück: KI bringt erst dann etwas, wenn die Prozesse und Datenflüsse dahinter stimmen.
Bernd Bräuchler hat beide Tage eröffnet und eingeordnet, welche digitalen Herausforderungen Unternehmen gerade beschäftigen. Danach stellte Lars Thimsen unser Digitalisierungs-Assessment vor. Damit können Unternehmen strukturiert prüfen, wo sie stehen und welche Schritte als Nächstes Vorrang haben sollten.
Den fachlichen Auftakt am AEC-Tag machte Birgit Bilger, Zukunftsgestalterin und Mitglied des europäischen Wirtschaftssenats. Mit ihrem Vortrag „Wer KI nur in alte Abläufe steckt, digitalisiert die Vergangenheit“ sprach sie die Führungsebene direkt an. Ihre Botschaft: Wer KI einführen will, sollte sich zuerst die Abläufe ansehen, in denen sie später arbeiten soll. Sonst verpufft die Investition.
Houssem Sebai von atio by DREICAD zeigte, wie KI handschriftliche Änderungen erkennt und in die CAD-Pläne zurückführt. Für Planungsbüros und Bauunternehmen heißt das weniger Nacharbeit von Hand, weniger Übertragungsfehler und ein aktueller Planstand für alle Beteiligten. Jochen Tanger von Autodesk stellte Autodesk Forma Design vor. Er zeigte, wie Planungsteams frühe Entwurfsentscheidungen auf einer besseren Grundlage treffen und einfacher mit ihren Partnern zusammenarbeiten. Frank Mayland von UNITEC beendete den ersten Tag mit einem Ansatz, der vorhandene Daten gleich doppelt nutzt: vom P&ID zum Plant-3D-Modell und vom Revit-Modell zurück zum Schema. So sparen Unternehmen Modellierungsaufwand, und Schema und Modell bleiben auf demselben Stand.
Am zweiten Tag ging es um Entwicklung und Fertigung. Jona Rief von Autodesk zeigte, an welchen Stellen KI-Funktionen den Weg vom Konzept zur Fertigung verkürzen und damit auch die Time-to-Market. Prof. Dr.-Ing. Florian Kerber von der Technischen Hochschule Augsburg erklärte, wie sich CAD-Daten direkt für die Roboterautomatisierung nutzen lassen. Der Schritt von der Konstruktion in die automatisierte Fertigung wird dadurch deutlich kürzer.
Prof. Dr.-Ing. Steffen Schwarzer von der Hochschule Aalen sprach über vernetzte Maschinen, deren IoT-Daten drohende Stillstände früh sichtbar machen. Mit Anomalieerkennung und Predictive Maintenance lassen sich Wartungen planen, bevor ein ungeplanter Ausfall teuer wird. Tim Knab von atio by DREICAD griff ein Thema auf, das viele Geschäftsführungen umtreibt: Wenn langjährige Mitarbeitende in Rente gehen, geht oft auch ihr Erfahrungswissen verloren. Er zeigte, wie Unternehmen dieses Wissen rechtzeitig festhalten und an nachfolgende Teams weitergeben. Zum Abschluss zeigte Sven Dickmanns von Autodesk, wie Vault PLM alle Produktdaten von der Idee bis zum Service zusammenführt, sodass über den gesamten Produktlebenszyklus nachvollziehbar bleibt, was wann entschieden wurde.
Unser Fazit für Entscheider: Zuerst die eigenen Prozesse und Daten prüfen, dann dort automatisieren, wo Handarbeit, Fehler oder Wissensverlust am meisten kosten. Die passenden Werkzeuge gibt es bereits, und sie sind in vielen Unternehmen schon im Einsatz.
- Wer KI nur in alte Abläufe steckt, digitalisiert die VergangenheitBirgit Bilger, Europäischer Wirtschaftssenat
- KI-basierte Rückführung handschriftlicher Änderungen in CAD-PläneHoussem Sebai, atio by DREICAD
- Autodesk Forma Design: Neue Wege für Planung und Zusammenarbeit im BauwesenJochen Tanger, Autodesk
- Rückwärts geht nicht? Wir drehen die Richtung umFrank Mayland, UNITEC
- Autodesk AI: Effizient vom Konzept zur FertigungJona Rief, Autodesk
- CAD-unterstützte Roboterautomatisierung: Von der Konstruktion zur intelligenten FertigungProf. Dr.-Ing. Florian Kerber, Technische Hochschule Augsburg
- IoT: Vernetzung von Maschinen, Anomalieerkennung und Predictive MaintenanceProf. Dr.-Ing. Steffen Schwarzer, Hochschule Aalen
- Geht Ihr Know-how mit Ihren „Babyboomern“ in Rente?Tim Knab, atio by DREICAD
- Vault PLM: Von der Idee bis zum ServiceSven Dickmanns, Autodesk
- Konkrete Ansätze, um Nacharbeit in Planung und Konstruktion zu reduzieren
- Einschätzungen aus Praxis, Forschung und von Herstellern als Grundlage für Investitionsentscheidungen
- Direkte Diskussion zwischen Referenten und Teilnehmenden
Danke für zwei starke Summit-Tage
Der DREICAD & AUTODESK SUMMIT 2026 #4 hat gezeigt, wie viel man voneinander lernen kann, wenn Bau, Konstruktion und Fertigung an einen Tisch kommen. Ob bei der Einführung von KI, beim Umgang mit Daten oder bei der Frage, wie Fachwissen im Unternehmen bleibt: Die Herausforderungen ähneln sich über die Branchen hinweg stärker, als man denkt.
Was diese Tage besonders gemacht hat, war nicht das Programm allein. Es war die Qualität der Diskussionen, die Offenheit, mit der Erfahrungen geteilt wurden, und das Gefühl, gemeinsam weiterzudenken.
Genau darum geht es. Wissen teilen, Erfahrungen bündeln, gemeinsam Antworten finden — auf Fragen, die die ganze Branche beschäftigen. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
- Allen Speakern für ihre offenen, praxisnahen Einblicke
- Unseren Partnern für die Unterstützung
- Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre aktive Mitarbeit und die spannenden Diskussionen
- Prof. Dr.-Ing. Florian Kerber und Prof. Dr.-Ing. Steffen Schwarzer, die Forschung und Anwendung zusammengebracht haben
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- 15. April 2026
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Hinweis: Unser Event richtet sich speziell an Führungskräfte und Entscheidungsträger, die sich über die neuesten Trends und Technologien informieren und ihr Netzwerk erweitern möchten.